Sonntag, 17. September 2006
Das Verknalltsein
olliprise, 21:50h
Hallo du Verknallter!
Die Welt ist nicht einfach, jedoch komplizierter ist das eigene Ich. Sobald man anfängt sich daran zu gewöhnen, Single zu sein wird dieses Ruhegefühl erschüttert werden, da man sich wieder in jemanden verknallt. Das Problem dabei ist jedoch, dass man nur noch an die/den eine/n denken kann, idiotische Gedichte schreibt oder unteilbare Euphoriezustände hat. Die etwas negativen Seiten des Verknalltseins sind jedoch, dass man Kreislaufzusammenbrüche hat, sobald man mit dem Schwarm interagieren muss und man macht sich zum Deppen, wenn man jedes von der besten Freundin aufgestellte Vorurteil des Schwarms abstreitet und dies noch öffentlich tut.
Nun kommt die knifflige Frage, wie wird man dieses Gefühl los? Es gibt zwei möglichkeiten: 1. Man lässt sich von der besten Freundin einbilden, der Schwarm sei schon vergeben oder, die etwas komplizierte, doch dazu elegantere, Variante ist es, sich am Schwarm ranzuhängen. Nur bedarf diese Variante sehr viel Selbstvertrauen und Geduld. Da dies aber für den durschnittlichen Verknallten nicht möglich ist, verwendet man einen genialen (bescheuerten) Trick. Man benutzt einen orangen (nicht gelb,grün oder rot, sondern orange) 9x9cm Zettel und schreibt mit einem Bleistift, “Hast du ganz zufällig Zeit am xyz Restaurant/Dönerbude mich zu treffen heute um 20:00? Sag mir bitte bescheid, dein/e abc, Handynummer” (wer leute gerne unter Druck setzt gibt noch an, dass das Handy keine SMS-Funktion besitzt). Jetzt kommt der schwerste Teil der Aktion, die Übergabe des Zettels. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten die Persönliche und die Unpersönliche. Der durchschnitts Verknallte wird Letzteres tun. In der Schul- oder Universitätsbücherei ist geschicktes, zügiges Handeln gefragt. Man lauert seinen Schwarm auf und beobachtet ihn durch die Regale während er an einem Tisch sitzt. Sobald er den Tisch verlässt sollte man schon seinen Hut und seine Sonnenbrille aufhaben (ein grauer 3/4 Mantel wäre noch ideal). Man bewegt sich zügig auf die Tasche oder das Federmäpchen zu, öffnet es, steckt den Zettel rein, schließt die Tasche bzw. das Federmäpchen und entfernt sich flink. Nun heißt es warten bis der Schwarm sich meldet. Meistens tut er das auch. Nun, immer 10 Minuten früher dort sein bei solchen Terminen, so, um 20:05 trifft der Schwarm ein. Du begrüßt ihn und ihr fangt an zu reden. Nun, wenn du viel Glück hast dann wird was zwischen euch. In den anderen 95% Fällen wird nix draus, weil der Typ deinen Zettel nicht ernstgenommen hat, weil er grün war oder er fand die ganze Sache bescheuert. Nimm es nicht so schwer, nur in 9,56% der Fälle wird es an deiner Persönlichkeit gelegen haben. Und du bist deiner Verknallt losgeworden.
Dein,
Olli
Die Welt ist nicht einfach, jedoch komplizierter ist das eigene Ich. Sobald man anfängt sich daran zu gewöhnen, Single zu sein wird dieses Ruhegefühl erschüttert werden, da man sich wieder in jemanden verknallt. Das Problem dabei ist jedoch, dass man nur noch an die/den eine/n denken kann, idiotische Gedichte schreibt oder unteilbare Euphoriezustände hat. Die etwas negativen Seiten des Verknalltseins sind jedoch, dass man Kreislaufzusammenbrüche hat, sobald man mit dem Schwarm interagieren muss und man macht sich zum Deppen, wenn man jedes von der besten Freundin aufgestellte Vorurteil des Schwarms abstreitet und dies noch öffentlich tut.
Nun kommt die knifflige Frage, wie wird man dieses Gefühl los? Es gibt zwei möglichkeiten: 1. Man lässt sich von der besten Freundin einbilden, der Schwarm sei schon vergeben oder, die etwas komplizierte, doch dazu elegantere, Variante ist es, sich am Schwarm ranzuhängen. Nur bedarf diese Variante sehr viel Selbstvertrauen und Geduld. Da dies aber für den durschnittlichen Verknallten nicht möglich ist, verwendet man einen genialen (bescheuerten) Trick. Man benutzt einen orangen (nicht gelb,grün oder rot, sondern orange) 9x9cm Zettel und schreibt mit einem Bleistift, “Hast du ganz zufällig Zeit am xyz Restaurant/Dönerbude mich zu treffen heute um 20:00? Sag mir bitte bescheid, dein/e abc, Handynummer” (wer leute gerne unter Druck setzt gibt noch an, dass das Handy keine SMS-Funktion besitzt). Jetzt kommt der schwerste Teil der Aktion, die Übergabe des Zettels. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten die Persönliche und die Unpersönliche. Der durchschnitts Verknallte wird Letzteres tun. In der Schul- oder Universitätsbücherei ist geschicktes, zügiges Handeln gefragt. Man lauert seinen Schwarm auf und beobachtet ihn durch die Regale während er an einem Tisch sitzt. Sobald er den Tisch verlässt sollte man schon seinen Hut und seine Sonnenbrille aufhaben (ein grauer 3/4 Mantel wäre noch ideal). Man bewegt sich zügig auf die Tasche oder das Federmäpchen zu, öffnet es, steckt den Zettel rein, schließt die Tasche bzw. das Federmäpchen und entfernt sich flink. Nun heißt es warten bis der Schwarm sich meldet. Meistens tut er das auch. Nun, immer 10 Minuten früher dort sein bei solchen Terminen, so, um 20:05 trifft der Schwarm ein. Du begrüßt ihn und ihr fangt an zu reden. Nun, wenn du viel Glück hast dann wird was zwischen euch. In den anderen 95% Fällen wird nix draus, weil der Typ deinen Zettel nicht ernstgenommen hat, weil er grün war oder er fand die ganze Sache bescheuert. Nimm es nicht so schwer, nur in 9,56% der Fälle wird es an deiner Persönlichkeit gelegen haben. Und du bist deiner Verknallt losgeworden.
Dein,
Olli
... comment